Rouanet-Gymnasium Beeskow

Wasser – potenzielles neues Speichermedium?

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Autor: Tim Dorau

Datum: 18.01.2012

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Physiker, Chemiker und Mediziner arbeiten seit Jahren an der Frage, inwieweit Wasser ein langlebiges strukturelles Gedächtnis hat, d.h. ob Wasser Strukturen speichern kann.
Um uns Schülern dieses Problem näher zu bringen, besuchte uns am 06.01.2012 Prof. Dr. Thomas Elsässer, ein Wissenschaftler vom Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie.
In seinem Vortrag zum Thema "Das kurze Gedächtnis des Wassers - neue Erkenntnisse der Ultrakurzzeitphysik" gab er uns einen Einblick in die Arbeit der Wissenschaftler. Er ging dabei unter Anderem auf die molekulare Struktur von Wasser ein und beschrieb Experimente, mit denen die ständigen Veränderungen im Wasser (Fluktuationen), die sich im Ultrakurzzeitbereich bewegen, sichtbar gemacht werden können. Um dies zu erreichen, werden Lichtimpulse verwendet, deren Dauer kürzer als ein Millionstel einer Millionstel Sekunde ist. Um euch die Dimension deutlicher zu machen – hier ein kurzer Vergleich: In unserem Tafelwerk ist der Vorsatz Femto
(10-15) der zweitletzte, danach gibt selbst das allwissende Tafelwerk auf. Diese sichtbar gemachten Fluktuationen sind durch die gewinkelte Struktur des Wassermoleküls mit zwei O-H Bindungen zu erklären. Diese Struktur ermöglicht Eigenschwingungen im Molekül in Form von Streck- und Biegeschwingungen. Aus dieser Erkenntnis zog Prof. Dr. Elsässer das Fazit, dass Wasser aufgrund der bereits oben genannten Fluktuationen kein Gedächtnis haben kann, da es im Innersten keine dauerhaft feste Struktur besitzt. Diese Erkenntnis stellt einen herben Schlag für die Milliardenindustrie Homöopathie dar und wird deswegen aufs heftigste mithilfe von Werbung bekämpft.[/p]