Rouanet-Gymnasium Beeskow

Tausendmal Douglas und Orange

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Autor: Klasse 10d

Datum: 22.10.2013

Ein bisschen weihnachtlich konnte es einem nach diesem Tag schon vorkommen, riechen doch Hände nach dem Pflanzen von Douglasien nach Orangen. Die Douglasie, nach dem schottischen Pflanzensammler David Douglas (1799 bis 1834) benannt, der sie 1827 von einer Reise durch den Westen Nordamerikas nach England mitbrachte, ist ein trockenresistenter Nadelbaum, der vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Klimawandels und des einhergehenden Niederschlagrückgangs für die forstwirtschaftliche Nutzung wieder an Bedeutung gewinnt. Zwar sind Kiefern durchaus typische Bäume für unser Brandenburg, auch mit der Trockenheit kommen sie bisher gut zurecht. Sollten die Niederschläge in Brandenburg künftig allerdings weiter abnehmen, wird wohl auch diese genügsame Baumart Probleme bekommen. Denn zum einen ist sie anfällig für Waldbrände - vor allem in trockenen Sommern brennt die Nadelstreu am Boden sehr schnell und lässt das Feuer in reinen Kiefernbeständen rasch um sich greifen. Zum anderen schwächt der Wassermangel die Abwehrkräfte der Bäume, so dass sie anfällig für Insekten und krankmachende Pilze sind. Diese Parasiten dringen umso besser vor, je mehr Bäume der gleichen Art auf engem Raum zusammen stehen. Reine Kiefernforste sind also für den Klimawandel in unserer Region nicht gut gerüstet. Von Natur aus würden solche Monokulturen in Brandenburg kaum vorkommen. Im Norden des Landes gehören eigentlich Buchen zwischen die Nadelbäume. Südlich von Berlin, wo es den Buchen zu trocken wird, wachsen stattdessen Traubeneichen. Waldbauliche Entscheidungen, insbesondere die Baumartenwahl, sind auf Grund der Langfristigkeit stets mit Unsicherheiten behaftet. Dies gilt besonders in der heutigen Zeit. Auf der Basis des aktuellen Wissensstandes können wir jedoch grundsätzlich davon ausgehen, dass unsere Wälder mit einer großen Vielfalt an heimischen und klimatoleranten Baumarten am besten aufgestellt sind. Da liegt die Idee nahe, Monokulturen wieder in Mischwälder umzuwandeln.

Einen Beitrag für den Erhalt und die Gesundung Brandenburger Wälder leisteten wir, die 10d, am Dienstag, den 15.10.2013, indem wir 1000 Bäume gepflanzt haben. Baumpflanzung ist eine durchaus anstrengende Arbeit, kann aber auch Spaß machen, wenn man in einem guten Team arbeitet. Schaut Euch die Bilder an.

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