Rouanet-Gymnasium Beeskow

Die "Grüne Zitadelle"

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Autor: Timea Dix, Klasse 7b

Datum: 10.07.2014

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Auf dem Grundstück früherer DDR Plattenbauten befindet sich heute das Hundertwasserhaus "Grüne Zitadelle". Der damalige Vorsitzende der Wohnungsbaugenossenschaft Stadt Magdeburg Rolf Opitz kam 1995 auf die Idee, an Hundertwasser heranzutreten. Seine Vorstellung war es, den alten Plattenbau in ein Hundertwasserhaus umzugestalten, wie es der Künstler schon mit vielen Gebäuden zuvor getan hatte. Diesem gefiel der Vorschlag, doch später fiel die Entscheidung für einen Neubau an Stelle des Plattenbaus.

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Das ermöglichte Hundertwasser einen größeren Spielraum zur Gestaltung des Gebäudes. Friedrich Hundertwasser verstarb am 19. Februar 2000, doch sein letztes Werk sollte vollendet werden, also wurde es von Handwerkern im Jahr 2005 fertiggestellt. Heute befinden sich im Erdgeschoss mehrere Läden, ein Café, ein Restaurant und die Hausinformation. Dort können Informationen über den Künstler in Erfahrung gebracht werden und das originale Baumodell bewundert werden.

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Im Gebäude befinden sich noch dazu ein Theater, ein Hotel und ein Kindergarten, sowie ein Notariat. Doch trotzdem wird der überwiegende Teil des Hauses als Wohnraum genutzt.

Besonderheiten der "Grünen Zitadelle":

  • zwei Innenhöfe werden von der "Grünen Zitadelle" umschlossen, im größeren befindet sich ein Springbrunnen
  • am ganzen Gebäude findet man kein gleiches Fenster
  • der überwiegende Teil des Daches ist mit Gras bewachsen, woher der Name des Hauses kommt
  • eine große Anzahl an Bäumen befindet sich auf und in dem Gebäude, einige wurden auf dem Dach gepflanzt, andere Wurzeln an den Außenwänden der Wohnungen, in einigen Wohnungen gibt es sogar einen Baum als Untermieter, diese werden "Baummieter" genannt und werden von dem jeweiligen Mieter der Wohnung gepflegt.
  • nach Fertigstellung des Hauses wurde und darf nicht mehr in den äußeren Zustand des Hauses eingegriffen werden, durch das Wachsen der Bäume und das Verblassen der Farbe wird sich das Gebäude verändern und für jeden das Gefühl des Alterns darstellen
  • jeder Mieter bekommt das Recht, die eigenen Fenster die Fassade zu gestalten, die einzige Bedingung dabei ist, dass die Planung nur soweit vorgenommen wird wie Arm und Pinsel reichen
  • das Gebäude besitzt verschiedene Geländer, in die die Werkzeuge symbolisch eingearbeitet wurden, mit denen die Handwerker gearbeitet haben