Rouanet-Gymnasium Beeskow

Unsere Studienfahrt nach Florenz

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Autor: Alicia Kopsch

Datum: 08.10.2015

FLORENZ ist nicht nur irgendeine toskanische Großstadt. Sie gilt als Wiege der Renaissance und war damals, wie auch heute, unausweichlich für Visionäre, Freigeister, Denker und Kulturinteressierte, wenn es um Kunst, Architektur und Denkmäler ging. Die blühende Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts machte Florenz zu der Stadt, die sie heute ist. Der mächtigsten Familiendynastie, den Medici, und den Bankern der Stadt sind wohl die imposanten Kirchen und Palästen zu verdanken.
Als Abschluss der 11. Klasse stand die langersehnte Studienfahrt nach Florenz an, die für uns schon früh um 5 Uhr am Samstagmorgen auf dem Flughafen Berlin Schönefeld begann. Von dort startete unser Flieger zu unserem ersten Ziel: Pisa. Dort angekommen ließ uns die Tatsache, dass es 43 Grad warm war, nicht gerade kalt. Auf andere Gedanken brachte uns dann aber unsere erste Sehenswürdigkeit, der Platz der Wunder oder die Piazza dei Miracoli mit dem bekannten „Schiefen Turm“ von Pisa. Selfies durften hier natürlich nicht fehlen! Ungefähr zwei Busstunden später standen wir jedoch schon auf dem Kopfsteinpflaster von Florenz. Da unser Hotel noch nicht bezugsfertig war, ließen wir unsere Koffer stehen und sammelten erste Eindrücke von Florenz mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Plätzen, die wir in den nächsten Tagen besuchen wollten. Ebenso gingen wir durch die typischen mittelalterlichen italienischen Gassen und über die berühmte Ponte Vecchio. Logisch, dass ein Eis bei dem Wetter nicht fehlen durfte und bei unseren mageren Italienischkenntnissen kostete das dann für uns auch schon mal 8 Euro, was uns den köstlichen Geschmack etwas verdarb. Später hatten wir den Bogen der trickreichen Bestellungen aber ganz gut raus und konnten genießen. Am Ende des 1. Tages schafften wir es sogar noch in die Accademia di Firenze zu gehen und sahen nicht nur den originalen „David“ von Michelangelo, der damals Unterschlupf in der Kirche der Medici fand, sondern auch den originalen Ben Stiller.

Am nächsten Tag ging es dann richtig los mit den Museumsbesuchen und dafür quer durch Florenz. Obwohl wir ein Busticket für 3 Tage hatten, konnten wir die meisten Sehenswürdigkeiten super per Fuß erreichen. Dazu gehörten die Uffizien, eine der bekanntesten Kunstsammlungen der Welt von Malerei bis Bildhauerei, mit Werken von Da Vinci, Michelangelo, Botticellis berühmte „Geburt der Venus“, sämtliche Büsten der römischen Kaiser und vieles mehr. Danach gingen wir in den Palast der Medici und in die Kirche „Santa Croce“, wo wir Grabmäler von Michelangelo, Gioachino Rossini und Galileo Galilei, der früher im Palast als Hofmathematiker angestellt war, sahen. Abschließend genossen wir das sonnige Wetter vom Freibad aus und teilten uns danach auf, um entweder im Freibad eine Poolparty zu feiern oder noch weiter die Innenstadt zu erkunden. Da das Freibad etwas außerhalb der Stadt lag, nutzen wir den Bus, um wieder zurückzukommen, was wir uns leichter vorgestellt hatten, als es tatsächlich war. Mein Orientierungssinn war schon gleich nach drei Häuserecken am Ende, aber beim Finden der richtigen Bushaltestelle auf dem Heimweg hatten dann doch alle Gruppen ihre Probleme. Es hat aber auch eine Menge mit Glück zu tun, ob der Bus dann auch wirklich kommt. Meistens konnten wir auf diese Art und Weise aber auch noch schöne Ecken von Florenz finden.

An den letzten beiden Tagen wechselten sich Freizeit und Museums-/Kirchenbesuche ab. Hier fanden wir Zeit, allein durch die Innenstadt zu gehen und hatten Möglichkeiten zum Entspannen, Einkaufen oder zum Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten, die hier scheinbar unendlich sind
Da auch Dante Alighieri, ein florentinischer Schriftsteller und Philosoph des 13. Jahrhunderts, das Stadtbild von Florenz eingehend geprägt hat, findet man in vielen Kirchen Fresken, die angelehnt an sein Werk „Göttliche Komödie“ sind. Dort beschreibt er seinen Weg in die Hölle, durch das Fegefeuer und hinauf in den Himmel. Das spiegelt sich auch im Baptisterium und der Kathedrale „Santa Maria del Fiore“ wieder. Brunelleschis Meisterwerk konnten wir auch aus der Nähe betrachten, als wir die riesige Kuppel des Doms bestiegen. Eine Treppe mit 450 Stufen führte uns zu einer unglaublichen Aussicht über ganz Florenz.
Das Highlight unserer Fahrt war der abendliche Besuch auf der Piazza Michelangelo, wo wir dem romantischen Sonnenuntergang hinter den florentinischen Bergen zusahen.

Abschließend gilt unser großes Dankeschön natürlich an Frau Schliewe und Herrn Möller, die uns eine Menge über Florenz zu berichten wussten und trotz der 43 Grad im Schatten einen kühlen Kopf bewahrten. VIELEN DANK!