Rouanet-Gymnasium Beeskow

25. Lernstatt Demokratisch handeln in Jena

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Autor: UNESCO-AG

Datum: 03.09.2015

Was bedeutet eigentlich „Demokratie“?
Demokratie kommt aus dem Altgriechischen und heißt "Herrschaft des Volkes". Folglich geht in einer Demokratie alle Macht vom Volk aus. Deutschland ist eine "parlamentarische Demokratie", da das Volk ein Parlament wählt, das in ihrem Namen regiert. In der Schweiz spricht man von einer "direkten Demokratie", da sehr viel über Volksentscheide geregelt wird.

Und was „demokratisch handeln“?
Das erfuhren wir, Nina Haase und Julia Lamm, zwei Mitgliederinnen der UNESCO-AG sowie deren Begleiterin, Frau Orth-Buhl, als wir vom 16. -19.Juni 2015 vier äußerst erlebnisreiche und intensive Tage in Jena verbrachten. Wir reisten dorthin, um das Projekt: „Fair und regional - Augen auf beim Kauf“ unserer UNESCO-AG vorzustellen und für unser Engagement eine von Hildegard Hamm-Brücher persönlich signierte Urkunde in Empfang nehmen durften.
An dieser Veranstaltung nahmen über 60 Projekte teil, die aus allen Bundesländern angereist waren. Alle konnten sich über die vielschichtigen, engagierten Projekte informieren, da jede Gruppe auf einer eigenen Wandzeitung ihr Projekt vorstellen und mit den Vertreter*innen fachsimpeln konnte. Was gab es da nicht alles für hochinteressante Themen. Am interessantesten empfanden wir, u.a. „Roma – Europas arme Kinder“, wo ein Landschulheim eine Roma-Siedlung in Sibiu/Rumänien nicht nur finanziell, sondern auch menschlich aktiv vor Ort unterstützt.
Auch hochinteressante Geschichtsthemen waren zu entdecken: Gedenken, Mahnen und Erinnern, so z.B. „Stolpersteine für Stolzenau“, „Vor 70 Jahren: Der 20.Juli 1944 – Der Widerstand gegen die Nationalsozialisten“, „Ein Weg – tausende Schicksale“ – Schüler*innen des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums in Oranienburg drehten einen Film , der die Schicksale fünf jüdischer Menschen im Nationalsozialismus in Deutschland zeigt, die diese überlebt haben und heute als Zeitzeugen*innen berichten.
Andere Projekte widmeten sich dem demokratischen Handeln auf kommunalem Gebiet, wir erfuhren, dass es auch Fair-Trade-Städte geben kann, z.B. Soest, oder dass sich in der Stadt Sömmerda/Thüringen Kinder und Jugendliche in einem Kinder- und Jugendparlament politisch engagieren können.
Leider können wir nicht alle spannenden Projekte aufzählen,
auf alle Fälle war und ist es gut zu wissen, dass wir mit unserer Arbeit nicht allein sind, nein, dass es überall in Deutschland Schulen mit engagierten, hochmotivierten Schüler*innen und Lehrer*innen gibt, die Demokratie erlebbar machen, sie in die Schulen tragen und Verantwortung für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft übernehmen.
Uns macht stolz, dass wir zu den Auserwählten gehören, die von dem Förderprogrammm „Demokratisch handeln“ unter der Schirmherrschaft der Hildegard-Hamm-Brücher-Stiftung, für unsere Aktivitäten hinsichtlich des Fairen Handels ausgezeichnet wurden.
Wir haben Mut geschöpft, uns auch weiterhin dahingehend zu engagieren, auch wenn der Penny-Markt, Dönerstand und Bäcker eine große Konkurrenz darstellen. Unser nächstes Ziel, nämlich für unser Gymnasium den Titel „Faire Schule“ zu erlangen, gehen wir im neuen Schuljahr an! Das Ziel ist nah! Wer sich auch gern demokratisch, fair, menschlich einbringt, ist bei uns in der UNESCO-AG richtig. Also, traut euch, wir freuen uns auf euch!!!