Rouanet-Gymnasium Beeskow

Der ökologische Fußabdruck

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Autor: Klasse 7D

Datum: 28.01.2016

Den Auftakt unserer Projekttage gestaltete die Referentin Frau Johanna Jäger. Während des gemeinsamen Kennlernspiels ergaben sich einige Fragen, die wir uns selbst stellten: Wie beeinflusst mein Lebensstil das Leben anderer Menschen? Wie will ich mein Leben gestalten? Woher kommen die Gegenstände, die mich umgeben, die mir wichtig sind? Machen sie mich wirklich glücklich? Wohin werden sie entsorgt? Wir, die Klasse 7d, haben über „ein gutes Leben für alle“ und die Frage “ Wie hängen Armut und Reichtum in unserer Welt zusammen?“ nachgedacht, diskutiert und recherchiert.
Zunächst erarbeitete Frau Jäger mit uns die Bedeutung des ökologischen Fußabdruckes. Wir erfuhren, dass der ökologische Fußabdruck alle Ressourcen zählt, die für den Alltag benötigt werden und zeigt auf, wieviel Fläche benötigt wird, um all die Energie- und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen. Anschließend wird dieser Flächenverbrauch auf alle Menschen hochgerechnet und mit den auf der Erde real verfügbaren Flächen verglichen. Somit ist der Fußabdruck ein Angebot- Nachfrage- Modell. Es spiegelt die Größe der Biokapazität der Erde wider. Was können wir von der Erde nutzen und wieviel nutzt die Menschheit wirklich? Einfacher ausgedrückt sagt uns der ökologische Fußabdruck, wie groß die Fläche ist, die wir zum Leben brauchen. Unsere Erde ist nicht unendlich groß. Alle Menschen haben nur eine gewisse Fläche zur Verfügung. Dabei haben wir herausgefunden: Würde die gesamte Menschheit so leben wie wir Deutschen, dann müsste unsere Erde das 2,5- fache an Fläche besitzen. Leben nur wir auf zu „großem Fuße “? Besonders hervorheben möchten wir, dass der ökologische Fußabdruck auch ein Gerechtigkeitsindikator ist, denn er basiert auf der Grundannahme, dass allen Menschen gleich viel zur Verfügung steht. Die nutzbaren Flächen wie Weideland, Ackerland, Siedlungsfläche, Wald, Fischbestände und Kohlenstoffflächen, welche benötigt werden um CO2 Emission zu absorbieren, werden geprüft und unter allen Menschen fair aufgeteilt. Um die Fläche zu erfassen, benutzt man eine einheitliche Maßeinheit: der ökologische Fußabdruck wird in globalen Hektar angegeben. Wir sind uns einig, dass der starke Rohstoffabbau zur Energiegewinnung eingeschränkt werden muss, so dass die nachwachsenden Rohstoffe unserer Erde eine Chance haben, mit der Nutzung im Gleichgewicht zu bleiben. In den ökologischen Fußabdruck fließt der gesamte Konsum mit den dazugehörigen Produktionszyklen ein. Viele von uns haben sich mit dem Thema Ernährung auseinander gesetzt. An diesem Beispiel möchten wir den Produktionszyklus erläutern:
Auf einem Acker wird Nahrung angebaut (Ackerfläche). Für den Dünger und die Maschinen fällt ein Betrag für die Energiefläche ab. Die Ernte wird verarbeitet und zum Verkaufsort transportiert. Oft werden die Waren in einem Kühlhaus zwischengelagert. Die Energiefläche wächst und Lagerstätten, Straßenwege und Märkte brauchen Siedlungsfläche. Nach dem Verkauf wird die Nahrung wieder transportiert (Siedlungs- und Energiefläche), zwischengelagert und zubereitet (Energiefläche). Verpackungen und Lebensmittelreste gelangen in den Hausmüll und werden dem Versorgungskreislauf wieder zugeführt. Für alle Güter gibt es solche Produktionszyklen, wobei Bücher, Kleidung, Möbel und Fahrzeuge unterschiedlich ressourcenintensiv und verschieden langlebig sind. Am zweiten Projekttag wussten wir, welchen Beitrag jeder von uns persönlich leisten kann und will, um ein gutes Leben für alle mitzugestalten. Es ist gar nicht so schwer, auf gewohnte und geliebte Dinge zu verzichten. Themen wie Wasser, Recycling und Upcycling von Kleidung und gut erhaltenen
Gegenständen, Umweltverschmutzung, Müllentsorgung, Fair Trade Produkte, Senkung des Rohstoffverbrauchs, Landwirtschaft und der Kauf von Bioprodukten setzten wir ideenreich in Bildern um. Die Fotos aller Ergebnisse unseres Klassenprojekts wurden auf eine Leinwand gedruckt.