Rouanet-Gymnasium Beeskow

Studienfahrt Rom

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Autor: Louise Kamenz und Madita Nega

Datum: 15.09.2016

Wir, einige Schüler der Jahrgangsstufe 11, machten uns am 10.07.2016 auf den Weg nach Rom, der Stadt der 7 Hügel.
Doch unsere Fahrt begann schon mit einigen Tränen. Denn der Abschied am Flughafen Berlin Tegel fiel trotz anstehender Reise ins Ungewisse nicht jedem so leicht. Mit dem richtigen Freund im Flugzeug an seiner Seite, stieg die Vorfreude auf Bella Italia jedoch immer mehr und die Kotztüten blieben verschont. Nach anderthalb Stunden Flug, sicher gelandet, wurden wir erst einmal von der brütenden Hitze Roms begrüßt. Nach langer Suche unseres Shuttles zum „Camping Village Faboulus“, genossen wir auf unserer halbstündigen Fahrt erst einmal die Vorzüge der Klimaanlage. Angekommen fackelten unsere Lehrer nicht lang und um 15Uhr Ortszeit machten wir uns auf den Weg in Roms City. Dort bekamen wir von unserem „Touri-Guide“, Herrn Möller, einen ersten Rundgang - mit ganz speziellen Geschichtsinsidern, versteht sich. Diese Tour erstreckte sich vom Circus Maximus, der „Formel 1-Strecke“ des alten Roms, über den Aventin, wo wir einen beeindruckenden Blick durch das „Schlüsselloch des Papstes“ riskieren durften, bis hin zum Marcellustheater. Nach abendlicher Ankunft auf dem Campingplatz ließen wir den Tag mit original italienischer Pizza und einer Abkühlung im Pool ausklingen.

Dank der super Organisation unserer Lehrer warteten auch am zweiten Tag schon ein paar kulturelle Highlights Roms. An langen Schlaf war nicht zu denken, es ging direkt los! Mit dem frisch gezogenen Metroticket im Gepäck ging es ins Zentrum Roms. Als alle 33 mittlerweile bekennenden „Wahlrömer“ am berühmten Trevibrunnen angekommen waren, gab es auch kein Halten mehr. Es wurden ein paar Erinnerungen mit Freunden geknipst, Gelato genossen und ein paar Cent, oder auch Euro, für einen Wunsch im Trevibrunnen versenkt. Danach ging es weiter zum Pantheon, dem besterhaltensten und wohl eindrucksvollsten Bauwerk des antiken Roms. Von dort aus gaben die von Hunger geplagten Mägen die Richtung an und wurden schnell in den typisch italienischen Seitengassen fündig. Pizza, Pasta- für jeden war etwas dabei! Wie kulturell es danach noch weiterging, konnte jeder selbst entscheiden. Wer wollte, konnte an der Spanischen Treppe flanieren oder in der Ausstellung Bansky’s einige Werke des britischen Street-Art Künstlers bewundern. Bereits am Abend fand man sich dann auch schon zum gemütlichen Beisammensein vor den Bungalows zusammen und ließ so den Tag langsam ausklingen...eine Tradition war geboren.

Nach einem (Achtung! Sarkasmus!) „äußerst abwechslungsreichen" Frühstück machten wir uns am Dienstag in aller Frühe auf zu den vatikanischen Museen. Um sich auf dem Weg in der brechend vollen Römermetro nicht mit einer bakteriellen Krankheit zu infizieren, wurde jeder, der ein Desinfektionsmittel dabei hatte, zum besten Freund des anderen. Angekommen, lockte uns neben den atemberaubenden Wandmalereien und Skulpturen des antiken Roms, welche uns das größte Museum Europas bot, vor allem die Besichtigung der Sixtinischen Kapelle. Dort wurden wir von einem unglaublichen Blick auf das „Farbgewitter“ Michelangelos überwältigt. Uns wurde schnell klar, warum diese Malereien Platz 1 der Kunstgeschichte darstellen. Doch auch dies sollte noch nicht das Highlight des Tages gewesen sein. Einige Straßen sowie Brunnen, an denen wir unseren Durst stillen konnten weiter, empfing uns der Petersplatz, wo auch der Letzte seine Kamera zückte. Danach wurde es gruselig! Für uns ging es, unterteilt in drei Gruppen, zur Besichtigung der antiken Totenstadt unter dem Petersdom. In den Katakomben der Vatikanstadt sah man (glücklicherweise) keine Leichen mehr, jedoch ließen die verschlungenen, in die Tiefe reichenden Gänge viel Spielraum für eigene Gruselfantasien. Doch was unser Auge im Petersdom, dem zentralen Heiligtum der Römer wahrnahm, ließ uns Diese schnell wieder vergessen. Danach spaltete sich die Gruppe in ambitionierte „Kulturjunkies" und eher shoppingbewusste „Kulturbanausen". Zurück in unserer Campinganlage ging es für uns wieder in den Pool, um unseren Füßen nach täglich gelaufenen 13 Kilometern eine Pause zu gönnen. Während einige schon frühzeitig ins Reich der Träume entschwanden, genoss der Rest der Schülergruppe vor den Bungalows noch die angenehmen abendlichen Temperaturen Italiens.

Am Mittwoch folgte unser letzter Tag in der Hauptstadt Italiens. Nach unserer kurzen Nacht starteten wir den Tag mit einem ,,ausgewogenen Frühstück''. Da für den Vormittag kein festes Programm eingeplant war, konnte jeder Schüler seine Zeit individuell verbringen. Der Großteil der Gruppe entschied sich aufgrund der brütenden Hitze, die Zeit am Pool zu genießen, während andere ein letztes Mal auf eigene Faust die Stadt erkundeten. Besonders beliebt waren dabei Attraktionen wie die Spanische Treppe und die umliegenden Gassen, welche viele Einkaufsmöglichkeiten boten. Nachdem der Vormittag erfolgreich überbrückt wurde, folgte am späten Nachmittag das wohl beeindruckendste Highlight Roms. Um Punkt 16 Uhr fanden sich alle vor dem Colosseum ein, um das größte Amphitheater des antiken Roms zu erkunden. Die einst herrschende Atmosphäre war durch die ganze Ruine spürbar. Anschließend führte Herr Möller unsere Gruppe vom Austragungsort blutrünstiger Kämpfe zum Konstantinbogen, welcher zu Ehren des Kaisers Konstantin und dessen Sieg über seinen Widersacher Maxentius errichtet wurde. Von da aus führte unser Weg zum Forum Romanum, welches einst den Mittelpunkt der römischen und damit der bekannten Welt darstellte. Die Bauten des Forums und ihre Gestaltung galten als Ausdruck von Macht und Ruhm. Die heutigen Ruinen des Forum Romanum boten uns einen Einblick in das einstige Zentrum der antiken Metropole. Nach unserem gefühlt dreistündigen Marsch durch die Überbleibsel der alten Zeit kehrten wir ein letztes Mal zu den Metrostationen zurück.

Am Donnerstagmorgen stand unsere Heimreise bevor. Wir versammelten uns ein letztes Mal am Eingang des '' Camping Village Faboulus'' um gemeinsam die Busfahrt Richtung Flughafen anzutreten. Die Rückreise traten wir mit gemischten Gefühlen an - mit Vorfreude auf Familie & Freunde aber auch mit Wehmut, die gemeinsame Woche hinter uns zu lassen.[/br] Ein besonderer Dank gilt unseren Lehrern, Frau Lüdemann, Herrn Richter sowie Herrn Möller für die reibungslose Organisation unserer Studienfahrt.