Rouanet-Gymnasium Beeskow

Aktion Tagwerk trotz(t) Corona

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Autor: Sylke Pfeiler

Datum: 13.08.2020

Am Dienstag, dem 23. Juni 2020, arbeitete die Klasse 7a einen Tag für Afrika. Früh um 08:00 Uhr versammelten sich die Schüler*innen in Lindenberg bei der Firma Krüger Metallbau GmbH. Unsere Elternvertreterin Frau Mell hatte dort einen Arbeitseinsatz organisiert.

Auf dem Firmengelände nahm Frau Katja Krüger die Schüler*innen in Empfang. In den ersten 90 Minuten gab es eine ausführliche Führung über das Werksgelände mit vielen interessanten Einblicken. Frau Krügers Vater hat die Firma 1978 gegründet. Heute hat sie 39 Mitarbeiter und 5 Azubis, die den Beruf des Metallbauers erlernen. Frau Krüger zeigte den Schüler*innen verschiedene Bereiche, wie die Schweißwerkstatt und die Oberflächenhalle, in der die Endbearbeitung der gebauten Konstruktionen erfolgt.

Von der Firma Krüger durchgeführte Projekte, wie z. B. das Opel-Autohaus in Beeskow oder Arbeiten am S-Bahnhof Warschauer Straße in Berlin, wurden erläutert. Gerade wurden vom Firmenhof Metallträger für Lärmschutzmatten, die in Lindenberg produziert wurden, abgeholt.
Im Anschluss an den Rundgang wurden die Schüler*innen ganz Corona-Vorschriftsmäßig in zwei Gruppen aufgeteilt, die dann noch einmal in kleinere Teams von vier bis fünf Schüler*innen aufgeteilt waren.

Für jeweils eine Stunde arbeiteten die Schüler*innen dann auf dem Werksgelände oder auf einem Grundstück der Familie Krüger. Alle Schüler*innen konnte so insgesamt sechs verschiedene Tätigkeiten ausprobieren.

Im Garten war zum einen Mutterboden, der vor dem Grundstück lag, mit Schubkarren zu einem im Bau befindlichen Gewächshaus zu bringen und dort zu verteilen. Etwa 6 Kubikmetern Erde wurde transportiert.
Andere Schüler*innen beschnitten zeitgleich die Hecken im und um den Garten. Außerdem wurden Birkenstämme zersägt und mit einem Holzspalter, natürlich nach entsprechender Einweisung zum Arbeitsschutz, Holzstücke zur Nutzung in Kamin oder Feuerschale zerlegt.

Auf dem Werksgelände reparierten Schüler*innen mit einem Auszubildenden den im unteren Bereich beschädigten Maschendrahtzaum um das Gelände. Hier mussten Stücke zugeschnitten und befestigt werden, eine Arbeit, die die Schüler*innen in der anschließenden Auswertungsrunde als sehr schwierig empfanden. Mit einem pensionierten Mitarbeiter wurden alte Paletten zerlegt, um Stapelholz zu gewinnen. Des Weiteren montierten die Schüler*innen Schrauben vor, die später auf Baustellen Verwendung finden. Hierzu mussten Schraube, zwei Unterlegscheiben und Mutter fachgerecht zusammengesetzt werden.

Nach der Arbeit fanden sich alle im Garten wieder zusammen. Schüler*innen bauten die Biergartengarnituren auf, grillten Würstchen, schnitten Möhren, Äpfel und Käse und rühren einen Quark-Dip zusammen.
Auch das Essen wurde von der Firma Krüger gesponsert. Während die Würstchen brutzelten, führte Frau Krüger noch eine Auswertungsrunde durch und wertete mit den Schülern und Schülerinnen die Arbeiten aus.
In diesem Wissen und nach der doch anstrengenden körperlichen Arbeit schmeckte das Mittagessen dann nochmal so gut. Gegen 14:00 Uhr war dann alles aufgeräumt und die meisten Schüler*innen eilten zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren.

Für Bildungsprojekte in Afrika spendete Firma Krüger Metallbau für die Arbeiten der Klasse 7a 225 Euro.