Ein Pavillon für Beeskows Innenstadt
Ein Schlendern über den Markt, das zielstrebige Überqueren dessen auf dem Weg
Richtung Kirche, ein Vorbeieilen Richtung Bahnhof, ein kurzer Blick aus dem Bus
zum Marktplatz ….
Unsere Schülerinnen und Schüler kennen den Marktplatz in Beeskow.
Neu war dann, sich im Unterricht einer architektonischen Aufgabe zu nähern, die das eigene kreative Gestalten des Marktplatzes in den Mittelpunkt stellt.
Das Erleben des innerstädtischen Flairs mit Markttag und Rundgang um den Markt
brachten Fragen: Wie können wir Beeskows Innenstadt weiter beleben?
Wie können wir das Miteinander in der Stadt stärken?
Wie können Ruheinseln integriert werden?
Was lädt Besucher zum Verweilen ein?
Wie kann in den Hitzemonaten Schatten gespendet werden? …..
Das Erstellen eines Kriterienkatalogs unter Beachtung der Umgebung zum Markt, der Bedingungen inklusive ökologischer Aspekte und eine Entwurfsreihe gingen dem Modellbau voraus. Anregungen für die praktische Umsetzung kamen durch architektonische Betrachtungen zu exemplarischen Bauwerken und deren Konstruktion in Geschichte und Gegenwart.
Entstanden sind Modelle, deren baukünstlerische Idee zwischen Realität und Fiktion liegen. Sie zeigen eine Vielfalt an:
Dachkonstruktionen, Möglichkeiten zum Sitzen, Entspannungsinseln, Rückzugsmöglichkeiten, grüne und blühende Elemente, sowie Details, die den Jugendlichen wichtig waren. Diese Dinge sind nicht immer gleich erkennbar: Solarplatten zur Stromgewinnung für das Licht (innen und außen), für das Aufladen von Handys und Fahrrädern und das Betreiben einer Informationstafel zur Beeskower Geschichte/Veranstaltungen, ein Büchertauschbereich, eine Bar und vieles mehr. Oft wird ein Trinkwasserbrunnen integriert. Separat kann Regenwasser aufgefangen werden, um die Grünpflanzen zu gießen.
Der Nachhaltigkeit wird Rechnung getragen, indem auf langlebige und möglichst regionale Materialien zum Bauen Wert gelegt wird. Holz findet sich oft als Werkstoff, da sich so die Naturverbundenheit zeigt. Andere Pavillons machen ein Nachrüsten von Pflanzen, Sitzflächen und Solarplatten durch ihre Bauweise möglich.
Der Pavillon soll ein einladender Treffpunkt für Jung und Alt sein und die Möglichkeit geben, ein schattiges Plätzchen zu finden. Einige gehen noch weiter und sehen einen Schutz vor schlechtem Wetter vor.
Eine offene Bauweise wirkt zugänglicher, fügt sich in die Umgebung ein und lädt zur Begegnung und zum Austausch ein. Manche nutzen die geschlossene Variante, da sie das entspannte Verweilen und den Rückzugsort als wesentliches Element sehen. Wichtiges Kriterium war für einige auch der Gedanke, dass der Pavillon so gestellt wird, dass er bei Events und Aktivitäten in der Stadt mit einbezogen wird.
Ideen, die zum Nachdenken anregen und vielleicht in Teilen in naher Zukunft umgesetzt werden könnten.